20. August 2008: Schön war´s - Ich bin zurück - schon etwas länger ;-)

Wie schön – etliche Freunde und Bekannte haben meine Berichterstattung aus Los Angeles regelmäßig verfolgt und fordern zu Recht einen Abschlussbericht. Da es in den letzten Wochen in Los Angeles richtig hektisch zuging, da ich meine Arbeitsprojekte übergeben musste und die allerletzten Treffen mit meinen in der Zeit gewonnenen Freunden anstanden, hatte ich leider wenig Zeit für die Pflege meines Internetauftrittes. Deshalb will ich Euch jetzt noch einen kleinen Abschlussbericht schreiben und euch davon berichten, was ich in den letzten Wochen noch erlebt habe.

Besonders interessant war das Screening von „Kungfu Panda“. Ein Screening ist eine Filmvorführung die noch vor der eigentlichen Film-Premiere vorwiegend für Journalisten organisiert wird. Das Interessante war, dass der Kinosaal von zahlreichen Security-Männern überwacht wurde, schließlich wollte man nicht, dass Journalisten Auszüge aus dem Film abfilmten oder Fotos machten. Das war mal ein ganz anderes Kino-Vergnügen, wenn man den ganzen Film über „überwacht“ wird. Dafür gab es Popcorn und Cola kostenlos :-).
Ein ebenfalls tolles Erlebnis war eine Kinofilmvorführung im Hollywood-Friedhof, wo unter anderem auch Marilyn Monroe begraben liegt. Auf einer großen Wiese wurde eine Riesenleinwand aufgebaut und davor saßen Hunderte von Menschen auf ihren Picknick-Decken und schauten den Film bei leckerem Picknick-Essen. Während der Vorführung wurde von den Zuschauern der komplette Film kommentiert. Keine Kuss- oder Liebesszene ohne Applaus oder „Aaaaaaaaaah“- und „Ooooooooooh“-Rufen – wirklich amüsant.
Mein letzter Dreh war mit Diana Amft, die vor dem Sendestart von „Doctor´s Diary“ ihre RTL-Serie promoten wollte. Am Strand haben wir sie mit ihrem Fitness-Trainer gefilmt.

        

Im Juni hat mich dann meine Mutter mit ihrem Lebensgefährten besucht. Es war richtig schön, als inzwischen Los-Angeles-Insiderin den beiden die schönsten Ecken von Los Angeles zu zeigen. In den letzten zwei Wochen hat mich mein Freund Sven besucht und wir machten eine kleine Rundreise durch Kalifornien. Insgesamt legten wir über 2000 Kilometer zurück und man kann sich gar nicht vorstellen, wie anstrengend es zum Beispiel ist, kilometerweit durch die Wüste zu fahren – immer gerade aus, immer in der gleichen Geschwindigkeit und nie ein anderes Auto, das man zur Abwechslung mal überholen könnte. Es war nur eine Frage der Zeit, bis einem hier als Fahrer die Augen zufielen. Zum Glück konnten wir uns ja als Fahrer abwechseln. Unsere Reiseroute sah folgendermaßen aus: Los Angeles – Las Vegas – Death Valley – Yosemite Park – San Francisco – Monterey – Carmel – Santa Barbara – Malibu – Los Angeles. Das schöne an dieser Tour war, dass wir so viele unterschiedliche Landschaften und Atmosphären erlebt haben. Unzählige Spielautomaten in Las Vegas, unendliche Hitze und Einsamkeit im Death Valley, die allerschönsten Landschaften und Wasserfälle im Yosemite Park und mit San Francisco eine wirklich wunderschöne Stadt mit ziemlich vielen irren Einwohnern. Auf dem Weg zurück nach Los Angeles haben wir eine große Strecke der berühmten Küstenautobahn fahren können. Ein wirklich tolles Gefühl direkt am Meer auf einer Autobahn zu fahren. Leider mussten wir aufgrund der Waldbrände später auf eine andere Autobahn ausweichen. Den meisten habe ich ja inzwischen von unseren Abenteuern bei der Rundtour durch Kalifornien berichtet, so dass ich hier nicht genauer darauf eingehen will. Im Fotoalbum könnt Ihr aber noch ein paar schöne Fotos unserer Rundreise anschauen.

Zurück in Los Angeles hatte ich dann noch einen Tag Zeit mich noch von meinen Freunden zu verabschieden. Besonders schwer ist mir der Abschied von Noemi und Joe gefallen. Noemi muss jetzt erst einmal zurück in ihre Heimat nach Brüssel, da sie ihr Visum nicht verlängert bekam, sie ist also im Moment also gar nicht so weit weg von mir. Aber auch mit Joe bleibe ich weiter in Kontakt und freue mich, dass ich bei ihm in Los Angeles immer willkommen bin.

 

Joe und Sven auf meiner kleinen Abschiedsfeier                 Noemi (re.) und ich am Hollywood-Friedhof Filmfestival

So traurig der Abschied in Los Angeles war, so lustig war die Ankunft am Heroldsberger Flughafen (hab´ ich da gerade Heroldsberg geschrieben? Ich lasse es mal so stehen, weil ich´s lustig finde). Hier wurde ich von meinen Handballern mit einem riesigen Willkommens-Plakat überrascht. Es war ein unglaubliches Gefühl so herzlich empfangen zu werden, gerade von meinen Handballern, die ich schon so vermisst habe. Danke noch mal an Alle!!!

Nun bin ich wieder zu Hause und habe mich bereits wieder eingelebt
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An das Wetter habe ich mich schnell wieder gewöhnt, mit dem Jetlag hat es allerdings etwas gedauert. Ich bin total glücklich, dass ich diese Erfahrung in Los Angeles machen durfte. Ich habe beruflich sehr viel dazu gelernt, auch privat viele wertvolle Erfahrungen gesammelt, meine Englisch-Kenntnisse weiter ausgebaut und viele liebe Freunde gewonnen. Aber das ganze hätte ich alles nicht so sehr genießen können, wenn ich nicht so viel Unterstützung aus meiner Heimat gehabt hätte. Mein Dank gilt vor allem meiner Mama und Sven, sowie Norbert und all meinen Verwandten und Freunden, die die ganze Zeit über mit mir in Kontakt standen und mich aufgebaut haben, wenn mich zwischendurch dann doch einmal das Heimweh packte. 

19. Juni 2008: Was gibt´s Neues?

Wie erfreulich, aus Deutschland kommen die ersten Beschwerden, dass es seit Tagen nichts Neues auf meiner Homepage zu lesen gibt. 1. Das freut mich, meine Homepage wird also gelesen :-). 2. Ich muss jetzt endlich wieder etwas schreiben, was garnicht so einfach ist. Denn hier in Los Angeles ist, was deutsche Berichterstattung angeht, einfach tote Hose. Das liegt vorwiegend an der Fußball-EM. Man hat das Gefühl, dass das ZDF, das die Spiel ja live überträgt, nur noch mit Fußball beschäftigt ist und von RTL, für das ich ja auch arbeite, schickt uns kaum noch Aufträge, weil die ganzen Redakteure in Köln frei haben, um ZDF zu gucken :-). Außerdem läuft wohl bei RTL das Programm auf Sparflamme, man weiß wohl, dass man gegen das Fußballprogramm sowieso nicht ankommt. Also gibt es aus meinem Büro leider keine neuen interessanten Storys zu berichten - leider.
Aber ein guter Journalist kann sich ja immer was aus den Fingern saugen ... :-).
Letzte Woche ist meine Mutter zu Besuch gekommen, ist aber nach zwei Tagen schon wieder weitergereist zum Grand Canyon. Ihre Reise nach L.A. ging schon sehr turbulent los. Ihr Flugzeug von Frankfurt nach New York musste in Island notlanden, weil ein Passagier dringend einen Arzt benötigt hatte. Aus diesem Grund hat sie dann auch ihren Flug nach Los Angeles verpasst. Leider hatte sie mich telefonisch nicht erreichen können, was wohl an ihrem nicht USA-fähigen Handy und dem Chaos auf dem New Yorker Flughafen lag... Deshalb kam ich mit größter Vorfreude am Flughafen an, um sie abzuholen und erfuhr, dass ihr Flugzeug (in dem sie ja dann garnicht war) zwei Stunden Verspätung hatte. Um Parkkosten zu sparen, bin ich wieder weggefahren, um dann wieder erneut zum Flughafen zu fahren. Doch als das Flugzeug landete, war von meiner Mutter weit und breit nichts zu sehen - sie war nicht da. Und danach habe ich erfahren, was Security im Amiland bedeutet. Am Schalter wollte mir nämlich keiner sagen, wo meine Mutter geblieben ist, ob sie an Bord war oder nicht, oder ob sie eventuell mit einer anderen Maschine geflogen ist, oder oder oder ... in so einem Fall malt man sich ja die verschiedensten Szenarien aus... Aber aus Security-Gründen konnte man mir keine Auskunft geben. Und es war noch besser: Erst wollten sie den Namen meiner Mutter haben, haben dann zwanzig Minuten lang in ihrem PC recherchiert, haben dann irgendwas auf dem Bildschirm gelesen und dann gemeint: "Tut mir leid, wir dürfen nichts sagen!" - Na toll.
Nachdem ich nach nochmaligem freundlichen Druck Machen "ich bin doch die Tochter, ... usw. " dann so eine Abfuhr bekommen hab, ist mir nichts anderes übrig geblieben, als wieder nach Hause zu gehen und abzuwarten. Am nächsten Tag fuhr ich dann gleich wieder zum Flughafen, um zu schauen, ob meine Mutter in der ersten Maschine aus New York war - doch wieder Fehlanzeige. Um endlich zu wissen was los ist und - nebenbei bemerkt - auch um Parkgebühren zu sparen, schließlich konnte ich nicht den ganzen Tag da parken, um alle Flüge zu checken - hab ich dann aber noch einmal all meine Überredungskunst zusammengenommen und nach 30 Minuten Diskussion steckte mir die Frau dann doch einen kleinen Zettel zu, auf dem die Uhrzeit des Flugzeuges stand, in dem meine Mutter dann tatsächlich drin war. In zwei Tagen haben wir dann Extrem-LA-Sightseeing gemacht und dann ist sie mit ihrem Freund schon wieder weitergedüst...

Am 23. Juni kommt meine Mutter wieder zurück nach L.A. und fliegt dann am 26. Juni wieder nach Hause. Und am 28. kommt Sven hier her - Juhuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu.
Wir werden erst mal ein paar Tage in Los Angeles bleiben und dann eine Rundtour durch Kalifornien machen - ich freu mich schon so.

Aber ich freu mich auch, wieder nach Hause zu kommen und Euch alle wieder zu sehen!

Ich werde in den nächsten Tagen noch ein paar Bilder reinstellen, jetzt muss ich aber erstmal schlafen gehen und wünsche Euch gleichzeitig einen wunderschönen Guten Morgen :-).

1. Juni 2008: Universal Studios in Flammen und sonst ein bisschen Sightseeing

Heute hat es lichterloh in den Universal Studios gebrannt. Der 30 feet große King Kong ist tot und es wurden zahlreiche Kulissen, sowie über 30.000 Archiv-Videobänder zerstört. Eigentlich wäre ich zum Zeitpunkt des Brandes sogar in den Universal Studios gewesen, da dort die MTV Movie Awards stattfanden. Ich durfte aber nicht mit rein, weil nur zwei Personen pro Kamerateam zugelassen waren. Also verbrachte ich meine Zeit am Pool und versorgte zwischendurch Melanie mit Informationen aus dem Internet und TV über den Brand. Eigentlich wollte ich mit Sven mal in die Universal Studios gehen, aber ich glaube, die können wir uns jetzt schenken... - und wieder 60 Dollar gespart.

Letzte Woche habe ich es endlich geschafft, ein zweites Mal nach Downtown zu fahren. Nach der schlechten Erfahrung beim letzten Mal hatte ich nicht so wirklich Lust dazu, aber ich hab´ mich irgendwie aufgerafft und es hat sich wirklich gelohnt. Da es Feiertag war, hatte ich sogar das Glück frei parken zu können. Einer der deutschen Architekten, die mit uns im Großraumbüro arbeiten, hat mir sein Buch „Walking L.A.“ ausgeliehen, das bestimmte Rundwege empfiehlt und beschreibt, was man auf diesen Strecken so erkunden kann. Erstmal musste ich über ne Autobahnbrücke, von der aus man das Hollywoodsign sehen konnte. Irgendwie bin ich schon süchtig nach diesem Zeichen. Immer wenn ich mich in dem Teil von Los Angeles befinde, in dem man das Hollywoodsign sehen müsste, bin ich dauernd auf der Suche nach diesen paar Buchstaben, ich kann mich garnicht satt sehen...

--- Irgendwann ging es aber trotzdem weiter... :-)

Zuerst kam ich am Music Center of Los Angeles vorbei, dann am Civic Center mit den dortigen Gerichtsgebäuden und dem schönen Gerichtspark mit einem Starbucks drin (hier war ich ja schon wegen dem Britney-Spears-Gerichtstermin) und dann kam ich zur Walt Disney Concert Hall. Beim Museum of Contemporary Art ging es dann links über einen Park runter, wo auch der Angels Flight, eine inzwischen eingestellte Miniseilbahn ist. Auf der Straße gegenüber kommt man dann zum berühmten Grand Central Market, einem der schönsten Lebensmittelmärkte Kaliforniens. Diesen durchquert kam ich dann auf die Straße, in der das berühmte Bradbury-Building steht. 1893 ist das Haus gebaut worden und es diente schon mehreren Filmen, Serien und Musikvideos als Drehort, darunter Blade Runner, Chinatown, Wolf, Murphys Gesetz, Lethal Weapon 4. Das wusste ich allerdings nicht, als ich mir das Haus von außen ansah und dachte mir nur: Na toll, ein ganz normales Haus - ich hatte mir eigentlich was tolleres unter dem Bradbury Building vorgestellt. Aber dann las ich, dass man unbedingt auch mal in das Haus reingehen sollte.

- ich glaube ich wär da sonst nie rein gegangen...
                                                           ... ich glaube da geht auch sonst keiner rein ... 

Erstmal: von der Architektur im Inneren war ich echt überwältigt. Ich fand es nur lustig, dass der Pförtner, der an einem Tisch saß, geschlafen hat. Das merkte ich aber erst, als ich ihn fragte, ob ich Fotos machen dürfte, denn da ist er plötzlich hochgeschreckt und hat die Augen aufgerissen. Der arme, tat mir richtig leid... Wahrscheinlich gehen wirklich nicht viele Leute ins Haus rein, so dass er nicht viel zu tun hat... und schnell einschläft....
Dannach ging es noch zur Cathedral of Our Lady of Angels.

Dann habe ich mir mein Auto geschnappt und bin noch zu einem anderen Teil von Downtown gefahren: Chinatown. Hier schaut alles aus wie in China, und vor allem: Hier ist es richtig günstig. Hier gibt es alles, was man so auf einem Markt bekommen kann, Kleidung Schuhe, Schmuck, Souvenirs - und das extrem billig. Fünf T-Shirts für zehn Dollar - und die Qualität ist wirklich nicht schlecht.

Während ich zu Hause noch überlegte, überhaupt nach Downtown aufzubrechen, machte mir das Sightseeing inzwischen richtig Spaß, so dass ich sogar zusätzlich noch einen weiteren wichtigen Punkt in Los Angeles anfuhr. Ich bin nämlich noch zum Griffith Park gefahren, in dem sich auch das Observatory befindet, von wo aus man einen super Blick über Los Angeles hat. Vor allem Nachts soll es dort so romantisch sein... Nun gut ich war alleine da, und fand es zwar richtig schön, aber ich war anscheinend zu früh da, denn es wollte um 7 p.m. einfach nicht dunkel werden... Ich bin dann doch wieder gegangen und habe mir somit das romantische Lichermeer "L.A. bei Nacht" entgehen lassen. Ich habe ja noch zwei Möglichkeiten mir L.A. bei Nacht anzuschauen: wenn mich meine Mutter besucht und im Juli mit Sven. Allein ist es irgendwie nicht so toll, das ist irgendwie eine Sehenswürdigkeit für mehrere Leute, habe ich festgestellt.

Heute ist Anni wieder gekommen und zwar mit ihrem Ex, der jetzt anscheinend nicht mehr ihr Ex ist...

 

Der schöne Park vorm Gericht                          Die Hochhäuser von Downtown

 

Chinatown                                                     Blick auf L.A.mit Downtown vom Observatory


26. Mai 2008: Sober-Day and more...

Jetzt habe ich schon lange nichts mehr von mir hören lassen, was wohl daran liegt, dass ich nicht nur im Büro ziemlich eingespannt werde, sondern jetzt auch privat immer mehr Leute kennenlerne und mit denen auch viel unternehme. Vor allem bin ich jetzt ziemlich oft mit Anni und Joe unterwegs. Anni ist jetzt allerdings gerade für kurze Zeit nach Deutschland geflogen, weil sie da an einem Autorennen teilnehmen wollte. Vielleicht habt ihr davon gehört: Das Autorennen durch ganz Deutschland wurde von der Polizei als illegal betrachtet und so hat die Polizei alle Luxuskarossen erst einmal einkassiert (Link zur Meldung). Von Anni habe ich seitdem nichts mehr gehört, wahrscheinlich bleibt sie aber noch in Deutschland bis zum Finale der diesjährigen Germany´s-Next-Topmodel-Staffel. Letzte Woche war ich mit Frankie auf dem Sober-Day, eine Art Anti-Alkohol-und-Drogen-Party. Da Paris Hilton auf der Gästeliste stand haben wir natürlich gehofft, dass sie auch erscheint. Die Adresse von der Luxusvilla, in der das Event stattfinden sollte, haben wir nicht erfahren. Wir sollten zu einem öffentlichen Parkplatz fahren und dort wurden wir und andere Journalisten mit einem Shuttle-Service abgeholt und zu der Luxusvilla in Beverly Hills gefahren. Dort haben wir dann zusammen mit anderen Journalisten auf Paris gewartet, währenddessen haben wir aber auch die Chance genutzt, andere Promis auf dem Roten Teppich zu interviewen. Auf dem Roten Teppich waren unter anderem: George Hamilton, Larry King, David Faustino und Alexandra Kamp, ... mh, hab ich jetzt jemand wichtigen vergessen...? Irgendwann kam sie dann, Paris Hilton mit Schwester Nicky und ihrem Freund Benji Madden im Schlepptau (Video von Paris at Sober-Day). Erst musste sie vor den Fotografen posieren und dann versuchte Frankie, ihr ein paar Worte abzuringen. Doch auf die Frage: "Why you are celebrating the Sober-Day?" antwortete sie nur "Because it´s important" und dann war sie auch schon wieder weg. Sehr lange ist sie aber auf der "Anti-Alkohol-und-Anti-Drogen-Party" nicht geblieben, vielleicht lag es daran, dass nur Tee, Kaffee und alkoholfreie Erfrischungsgetränke serviert wurden...
Am Sonntag war ich mit Joe in Malibu. Als früherer Baywatch-Fan war es schon Pflicht dort einmal hinzugehen, wobei Malibu eher mit "interessant" als mit "schön" zu titulieren wäre. Die meisten Strände dort sind leider nicht sehr einladend und zudem dreckig und so haben wir uns dann dazu entschieden nur in das Moonshadow, eine In-Bar zu gehen. Hier hatte ich mein erstes "Valet-Parken". Man fährt bis zum Eingang vor, gibt dann einem der Valet-Fahrer den Schlüssel in die Hand und der parkt Dein Auto dann irgendwo und bringt es Dir wieder, wenn du aus der Bar rauskommst (Nach dem Du die 7,50 Dollar gezahlt hast, die das Valet-Parken kostet!!!). Vor dem Moonshadow waren so viele Luxusautos, Mannomann, ich hab mir nur gedacht, mein kleines Auto parken die bestimmt ganz weit weg, damit dadurch der Ruf des Inn-Lokals nicht ruiniert wird :-). Ist schon ein komisches Gefühl, einfach wo hin zu fahren und dann einem fremden Deinen Autoschlüssel in die Hand zu drücken... aber naja, gehört dazu zum Amerikanischen Way of Life. Im Moonshadow durfte wir uns allerdings nicht nach draußen setzen. Dieser Bereich war für die reserviert, die ein bisschen mehr Geld da lassen wollten. Wir hätten uns auch nach draußen setzen dürfen, hätten wir eine Flasche Alkohol gekauft, aber der Alkohol war uns zu teuer und eine Flasche Mineralwasser hätte wahrscheinlich nicht gezählt. Von der Bar hat man aber auch von innen einen wunderschönen Blick über das Meer und wenn man Glück hat, sieht man hier auch Delfine schwimmen. Wir hatten allerdings keines...

     

Al-Bundy-Sohn David Faustino und ich ...             Der Garten der Nobel-Villa mit Platz für über
                                                                     500 Dinner-Gäste ...

      

Larry King...                                                 ... und Paris Hilton am Sober Day!

15. Mai 2008: Third Street Promenade, Joe, Tokio Hotel und Anni

Am Wochenende wollte ich mir wieder einmal Downtown vornehmen, weil es da noch allerhand zu sehen gibt, was ich ja zwecks Zeitproblem letzte Woche nicht mehr in meinen Sight-Seeing-Plan mit einbringen konnte. Allerdings kam ich auch an diesem Wochenende nicht dazu. Nachdem ich am Samstag wieder fleißig im Fitness-Center trainieren war, wollte ich mir um die Ecke noch ein leckeres Pinkberry-Eis und dazu nen leckeren Starbucks-Kaffee gönnen. Vor dem Starbucks wurde ich dann von Joe angesprochen. Wir kamen ins Gespräch und haben über dies und das geredet und sind irgendwann aus dem Lachen nicht mehr rausgekommen. Und als er mich fragte, ob ich mit ihm noch zur Third Street Promenade gehen wolle, dachte ich mir: Zu zweit in Santa Monica ist dann doch schöner als alleine in Downtown und an der Third Street Promenade - der schönen Einkaufsmeile - war ich ja auch noch nicht so richtig... Da ich mir erst unsicher war, fragte ich ihn erst noch einmal naiv, ob er mich auch nicht kidnappen wolle. Er meinte, dass er das nicht könne, weil er ja am Wochenende noch arbeiten müsse und außerdem könnte ich die Story als Journalistin dann in Germany gut verkaufen. Ok, das überzeugte mich erst einmal und wir fuhren los. Wir hatten viel Spaß in Santa Monica, sind durch die Einkaufsmeile geschlendert, haben bei Hooters ein Bier getrunken, waren dann noch Billard spielen und nochmal in einem Starbucks. Der Nachmittag hat definitiv mehr Spaß gemacht, als wenn ich alleine durch die Straßen von Downtown gezogen wäre.
Den nächsten Tag habe ich dann an meinem heißgeliebten Pool verbracht. Ich weiß schon garnicht mehr, wie ein Leben ohne Pool ist - aber das werde ich ja dann erfahren, wenn ich zurück in Deutschland bin.
Am Montag ging es bei uns im Office richtig stressig zu. Wir wollten zu einer Autogrammstunde von Tokio Hotel im Hollywood-Einkaufszentrum "Hollywood and Highland". Für den Shop, in dem die Autogrammstunde stattfand habe ich leider keine Drehgenehmigung bekommen. Dafür habe ich mir schriftlich bestätigen lassen, dass wir im "Hollywood and Highland-Center", also vor dem Shop filmen dürfen. So drehten wir vor dem Shop die kreischenden Amerikanerinnen, die es garnicht fassen konnten, dass Tokio Hotel hier eine Autogrammstunde gab. Doch trotz Drehgenehmigung bekamen wir mächtig Ärger. Denn die Security vor dem Laden wollte unsere Drehgenehmigung nicht anerkennen. Die meinten einfach, meine Email sei gefälscht und wir dürften hier nicht drehen. Zum Glück hatte unser Kameramann René trotzdem mit seiner Kamera immer draufgehalten und auch die Diskussionen zwischen Frankie und den Security-Leuten gefilmt. Irgendwann hatten wir dann die Security überzeugt und konnten endlich richtig loslegen, bis das Management von Tokio Hotel anstürmte, das wohl auch keine Medienpräsenz wollte. Auch die beschimpften uns, wollten uns sogar verhaften lassen und haben dann auch noch unseren Paparazzi-Freund Stefan - der lieber Bildfotograf statt Paparazzi genannt werden will (ich berichtete) - an die Wand gepresst. Das war echt heftig alles. Aus der Story "kreischende Tokio-Hotel-Fans in USA" wurde dann die Story "Deutsche Presse bei Tokio Hotel in USA unerwünscht". Durch diesen Vorfall und die entsprechende Berichterstattung zeigte sich das Management am nächsten Tag allerdings wie ausgewechselt. Plötzlich durften wir sogar den Auftritt Tokio Hotels im Avalon drehen. Die Tokio-Hotel-Fans verfolgten auch die Berichterstattung über Tokio Hotel und haben die Beiträge wenige Stunden nach Veröffentlichung auf die Plattform youtube.com gestellt.

Wer sich dafür interessiert:

Tokio Hotel ("Deutsche Presse unerwünscht", RTL Punkt 12, 13.05.2008)

Tokio Hotel ("Interview und Konzertauftritt", RTL Punkt 12, 14.05.2008)

Tokio Hotel ("Erfolg in USA", ZDF, Leute Heute, 14.05.2008)

Nicht unser Paparazzofreund, aber auch ein vom TH-Management "gekickter" Fotograf


Und noch ein Highlight: Gestern habe ich meine neue Mitbewohnerin Anni vom Flughafen abgeholt. Sie ist bei der letzten Staffel Germany´s next Top Model Zweite geworden und wird jetzt für drei Monate hier bei mir einziehen. Gestern hatten wir schon jede Menge Spaß, waren zusammen einkaufen, haben zusammen Sushi gegessen und uns über Männer unterhalten :-). Wird bestimmt superlustig mit ihr!

9. Mai 2008: Dreh mit Playmate Janine Habeck

Ende dieser Woche hat Frankie für RTL einen Beitrag über das Playmate Janine Habeck gedreht, die vor einiger Zeit zum schönsten Playmate aller Zeiten ernannt wurde. Nach dem Dreh haben wir dann noch ein kleines Fotoshooting veranstaltet. Auf dem Foto seht ihr alle aus unserem Großraumbüro, das wir uns ja mit den Architekten teilen. Auf dem Foto von links: Die Architekten Sam, Martin und Wolfram, Playmate Janine, und RTL-Producer Frankie, ZDF-Producerin Mel und ich... Auch Autogramme hat sie für mich geschrieben, die großen Gewinner sind Ralf und Chris K. aus Herohill.

       


7. Mai 2008: Britney Spears im Gericht

Am 6. Mai hatten Britney Spears und Kevin Federline einen Gerichtstermin im Sorgerechtsstreit und wir wollten natürlich live dabei sein. Der Richter erlaubte leider keine Presse im Gerichtssaal und so blieb uns und den über 60 anderen Medienvertretern nichts anderes übrig, als an der Parkplatzeinfahrt auf ihre Ankunft zu warten, um sie wenigstens im Auto filmen zu können. Auch im gesamten Gerichtsgebäude war Filmverbot. Ich stand also ziemlich früh auf, weil wir noch nach Downtown fahren mussten und wir waren dann zehn vor 8:00 Uhr vor dem Gebäude. Wir warteten und warteten, wobei ich mich echt fragte, warum wir gerade vor dieser Tiefgarageneinfahrt warteten, wenn es doch insgesamt acht Eingänge zu dem Gebäude gab. Mir wurde gesagt, dass dies hier der wahrscheinlichste Eingang war. Und die vielen anderen Kamerateams, die auch hier warteten, schienen dies ja zu bestätigen. Ich dachte mir nur, dass ich als Star ja dann gerade diesen Eingang nicht nehmen würde, aber nun gut. Und die Medien hatten Recht, tatsächlich hat sie diese Tiefgarageneinfahrt benutzt, allerdings hat es keiner bemerkt. Erst etwa zwanzig Minuten nachdem sie uns passiert hatte, stellte sich heraus, dass sie definitiv schon war und definitiv unseren Eingang benutzt hatte. Nur ein einziger Kameramann hatte das Glück zufällig diesen Augenblick gefilmt zu haben. Die anderen Journalisten hatten sich nur auf Autos konzentriert, die sie von der Familie Spears und dem Spears-Anwalt kannten. Doch Britney kam mit einem anderen Auto und der Kameramann, der sie filmte meinte dann: „Ich hab zwar nur ungefähr zwei Sekunden von Britney im Auto gefilmt, aber wenn man es langsam abspielt, kann man sechs draus machen.“ Die anderen Journalisten waren alle ein bisschen enttäuscht. Und was blieb ihnen übrig? Zu warten bis sie wieder raus fährt. Wie lange der Gerichtstermin dauerte, wusste jedoch keiner so genau. Frankie hat gemeint, dass sie auch schon einmal bis abends gewartet hätten, bis Britney wieder nach Hause fuhr. Bei uns dauerte es zum Glück nur bis kurz nach Mittag. Doch auch bei ihrer Nach-Hause-Fahrt schaffte es Spears wieder, die Journalisten auszutricksen: Sie hat diesmal einen anderen Ausgang gewählt. Wieder standen die Journalisten alle da und warteten, während Britney aus einer anderen Ausfahrt kommend einfach um die Ecke gefahren kam und begleitet von der Polizei davon flitzte. Den Paparazzi und Kameramannleuten blieb nichts anderes übrig, als zu filmen, wie sie mit ihrem Auto verschwunden ist. Später gab es dann noch eine Pressekonferenz mit dem Anwalt von Kevin Federline, der mitgeteilt hatte, dass Britney Spears wohl nun mehr Besuchsrecht eingeräumt wurde.

Der Tag war echt klasse. Diese wahnsinnig vielen Medien die vor Ort waren. Zeitungsredakteure, Hörfunkredakteure, Fernsehteams, Nachrichtenagenturen und Paparazzi waren vor Ort und am Himmel kreisten die ganze Zeit drei Hubschrauber von Fernsehsendern um uns herum. Und innerhalb des Gerichtgebäudes herrschten die höchsten Sicherheitsvorkehrungen. Beim Hineingehen wurde man erst einmal wie am Flughafen kontrolliert. Ich bin natürlich auch mal rein gegangen, um die ganze Prozedur mal mitzuerleben (eigentlich absurd, kennt man das doch schon vom Flughafen. Aber in einem Gerichtsgebäude ist es dann doch noch was Besonderes).

Im Übrigen bin ich am gleichen Tag noch um 22:30 Uhr ins Fitness-Studio gegangen. Als ich wieder hinaus ging, wollte ich endlich auch einmal die Rolltreppe benutzen (hätte mich ja keiner gesehen - war ja dunkel). Doch als ich sie betrat fuhr sie nicht los. Na toll, da überwinde ich mich einmal vor einem Fitness-Center die Rolltreppe zu benutzten und dann geht sie nicht. Also bin ich die Rolltreppe runtergelaufen. Vielleicht geht es euch so wie mir. Wenn ich mal auf ner Rolltreppe draufsteh und sie kaputt ist, kehr ich nicht um und und nehme die Treppe, sondern laufe die Rolltreppe hinunter, wobei ich mich bei jedem Schritt ärgere, weil Rolltreppenlaufen irgendwie noch blöder ist, als Rolltreppenfahren und Treppenlaufen zusammen.

            

Großer Pressetrubel bei Gerichtsverhandlung                   Mein erstes Paparazzi-Foto: Kevin Federline im Auto

         

Pressekonferenz vor dem Gericht                                     Britney verlässt das Gericht im weißen Wagen.

Ich wollte eine kleine Ansprache halten, doch die Journalisten interessierten sich kaum für mich...

5. Mai 2008

Schuhe umtauschen - I am real american
Jetzt hab ich hier in Los Angeles wieder einiges erlebt, von dem ich Euch hier gleich berichten will. Der Wochenausklang im Office war recht angenehm. Am Donnerstag war ja Feiertag in Deutschland und so hat mich Frankie gleich morgen angerufen und mich gefragt, ob ich nicht frei nehmen wollte, schließlich wäre nicht so viel los, weil wir an diesem Tag keine neuen Aufträge aus Köln bekommen würden und ein aktueller Dreh stand auch nicht an. (Im übrigen hat er mich einen Tag später noch mal angerufen und gemeint, ich könnte doch daheim bleiben, schließlich wäre Brückentag in Deutschland). Ich hab dann aber doch noch mal in der Arbeit vorbeigeschaut und zwar aus drei Gründen. Erstens hatte ich Melanie versprochen, dass ich noch ein zwei/drei Telefonate führen würde, zweitens wollte ich die Schuhe umtauschen, die ich mir ja eigentlich extra für das Heidi-Klum-Event gekauft hatte und drittens wollte ich mich im Fitness-Studio anmelden, das gleich neben dem Office ist. Schon bevor ich in die Arbeit ging, bin ich in das Schuhgeschäft gegangen und das mit einem etwas schlechten Gewissen. Man sagt ja, in den USA ist es kein Problem, irgendwelche Ware einfach umzutauschen und dass es sogar Leute geben soll, die sich per Katalog Kleidung bestellen, dann ein paar Tage damit rumlaufen und sie dann doch wieder zurückgeben. Aber an den Gedanken, dass ich meine gestern erworbenen Schuhe wieder umtauschen soll, die ich jetzt schon einen Tag in der Weltgeschichte herumgetragen habe, bereitete mir dennoch ein komisches Gefühl – wobei, gepasst haben sie wirklich nicht richtig und ehrlich gesagt, waren
sie eher so ein Notkauf, damit ich überhaupt schicke Schuhe habe, wenn ich zum Heidi-Klum-Event gehe. Ich ging also in das Geschäft rein und war überglücklich als sie mir die Schuhe wieder abkauften ohne sich die Schuhe genauer anzusehen. Wieder 69 Dollar gespart, das hat mich echt gefreut (Die Handtasche von Tommy Hilfiger, die ich auch gekauft hatte, hab ich natürlich behalten).

Besuch im Fitness-Studio
Nachdem ich kurz im Büro war, bin ich ins Fitness-Studio gegangen, um mich dort anzumelden. Wer sich jetzt denkt: Jetzt vergeudet die Nicki ihre USA-Zeit im Fitnessstudio, hat sich getäuscht. Was man hier erlebt, ist pures Los-Angeles-Life – und außerdem kann es mir wirklich nicht schaden, meine Diplomarbeitspfunde endlich anzugehen. Am Empfang wurde ich
sehr herzlich begrüßt und sofort an einen der zehn! Schreibtische gebeten, an dem das Eröffnungsgespräch stattfinden sollte. Es sah hier im Eingangsbereich wirklich aus wie der Beratungsbereich einer Bank – nichts ähnelte einem Fitnessstudio. Als ich der Dame erklärte, dass ich nicht viel Geld habe und trotzdem was für meine Fitness tun wollte hat sie gemeint, unter diesen besonderen Umständen könnte sie extra für mich den Monatsbeitrag von 80 Dollar auf 60 Dollar reduzieren. 60 Dollar – bitte was??? Das war mir selbst bei dem aktuell sehr schwachen Dollar zu viel. Auf meine Frage, ob man da nicht noch was machen könnte, meinte sie nur „Nein das würde nicht gehen“. So ging ich wieder, weil 60 Dollar waren mir definitiv zu viel. Am Ausgang gingen einige Sportler an mir vorbei und nutzten die Rolltreppe, während ich die Treppe zu Fuß ging. Die Blamage vor einem Fitness-Center eine Rolltreppe zu benutzen wollte ich mir nicht geben und so belächelte ich die Rolltreppennutzer. Am nächsten Tag ging ich wieder ins Fitness-Studio gewappnet mit ein paar Ideen von Melanie, wie ich die Leute doch noch überzeugen konnte. Und siehe da: Dass ich bei German TV arbeite und ich eventuell als reiche Geschäftsfrau wieder nach L.A. zurückkommen würde hat sie überzeugt: 29 Dollar Monatsbeitrag!!!
Ich ging wieder aus dem Fitness-Center, diesmal mit einem Lächeln und schon wieder, verließen einige Sportler das Fitness-Center per Rolltreppe, während ich die Stufen schnell hinuntertappte. Am nächsten Tag hatte ich gleich einen Termin bei einem Fitness-Trainer, der mich (unter sportlichen!!! Gesichtspunkten) ganz schön ran nahm. Hier ein Gewicht, dann da… ich war nach den nur 20 Minuten Workout schon völlig fertig und meine Muskeln am Ende. Ehrlich gesagt, habe ich beim Duschen sogar Probleme gehabt, den Seifenspender zu betätigen. Am Ausgang nahm ich aber wie gewohnt: - die Treppe. Doch das stellte sich als großer Fehler heraus, was ich aber erst nach drei Stufen bemerkte, als mir alles wehtat: Jetzt war mir klar, warum alle die Rolltreppe nehmen, wahrscheinlich sind hier alle Sportler nach dem Workout einfach nicht mehr in der Lage normal eine Treppe hinunterzugehen. Doch noch blamabler als nach dem Fitness-Studio einen Rolltreppe zu benutzten, ist es wohl, nach fünf Treppenstufen wieder umzukehren und dann die Rolltreppe zu nehmen. Also eierte ich, wie es nur ging die Treppe hinunter… An mir vorbei fuhren gut gelaunte Fitness-Center-Kunden, die nett lächelten – es hätte nur gefehlt, dass sie mir noch zuwinken würden. Vom Fitness-Center an sich werde ich wohl auch noch mal erzählen. Aber im Moment wichtiger ist wohl meine Autofahrt nach Downtown und meine kriminellen Machenschaften auf dem Freeway durch die mir jetzt eine 200-Dollar-Strafe droht. 


Fahrt nach Downtown
Am Samstag wollte ich nach Downtown, was als Zentrum und Keimzelle Los Angeles´ gilt. Wir haben schon öfter in Downtown gedreht, allerdings hatte ich da ja nie die Zeit, extensives Sightseeing zu betreiben. Hätte ich gewusst, dass mir extensives Sightseeing an diesem Tag auch nicht vergönnt war, wäre ich wahrscheinlich gleich an meinem geliebten Pool geblieben. Aber ich war voller Tatendrang: Also auf nach Downtown. Irgendwie hatte ich verdrängt, dass ich um nach Downtown zu gelangen über drei unterschiedliche Freeways musste – absurd, wenn man doch bedenkt, dass ich am Rand von L.A. wohne und doch eben mal nur in die Innenstadt wollte. Nun gut, ich hatte ja den TomTom dabei. Also fuhr ich los. Irgendwann sah ich dann auch schon die Skyline – Downtown ist nämlich für die dortigen Wolkenkratzer bekannt. Als ich die gesehen habe, dachte ich mir, "jetzt bist du bald da". Weit gefehlt. Beim losfahren zeigte mir TomTom 30 Fahrminuten an. Es hat jedoch zwei Stunden gedauert, bis ich überhaupt mal unter die geschätzte Fahrzeit von
noch 15 Minuten kam. Man kann sich das so vorstellen: man fährt im Auto nur nach TomTom, weil man sich ja überhaupt nicht auskennt, sieht zwar ab und zu mal Schilder „Downtown“, doch nach einigen Kilometern gibt es keine Hinweise mehr, dass sich Downtown auch nur in der Nähe befinden könnte. Auf dem sechsspurigen Freeway mit zähfließendem Verkehr sagt dann TomTom auf einem Autobahnkreuz, bei dem jede der sechs Spuren wohl in eine andere Richtung ging: Bitte bleiben Sie links, bitte bleiben Sie links, dann nehmen Sie die Ausfahrt rechts“. Na toll, ich war gefangen, so schnell bin ich da nicht mehr rausgekommen. Das Problem war auch, dass aufgrund der vielen Spuren die vorerst in die gleiche Richtung gingen, dann aber komplett woanders hinführten, TomTom nie wusste, auf welcher Spur ich mich eigentlich wirklich befand. Und dass ich falsch war, merkte ich dann immer erst, wenn ich mich in bestimmter Entfernung vom Autobahnkreuz befand - wenn es also zu spät war. Dann schickte er mich wieder zurück zum Autobahnkreuz, wo ich aber um Gottes Willen nicht mehr hinwollte. 

... Irgendwann kam ich dann doch an. Mein ursprünglicher Plan, irgendwo für eine teure Tagespauschale zu parken und dann die Sehenswürdigkeiten abzulaufen war dahin – ich hatte einfach nicht genügend Zeit mehr. Also suchte ich mir eine Parkuhr und konnte hier vor Ort wenigstens zwei Sehenswürdigkeiten anschauen: 1) Olvera Street, ein kleines mexikanisches Viertel, in dem wirklich viel los war, Musik gespielt wurde und Mexikaner ihre Speisen und Souvenirs, wie Sombreros und Schmuck anboten und 2) Das Gebäude der Union Station, den Hauptbahnhof der Stadt, der im spanischen Stil errichtet wurde. Nachdem die Parkuhr abgelaufen war, bin ich dann wieder nach Hause gefahren – und diese Fahrt könnte die teuerste meines Lebens gewesen sein. TomTom schickte mich nämlich auf die Carpool-Lane, was ich aber erst einmal nicht gemerkt hatte, da ich so konzentriert war, die von TomTom angegebene Straße und damit die richtige Freeway-Auffahrt zu nehmen. Wer es nicht weiß: Die Carpool-Lane wurde von Arnold Schwarzenegger eingeführt. Sie befinden sich auf den Freeways meist auf der am weitesten links befindenden Fahrspur (deshalb musste ich auch von links statt rechts auf den Freeway auffahren). Die Carpool-Lane soll Autos im Rushhour-Verkehr bevorzugen, in denen sich mindestens zwei Personen befinden. Die Carpool-Lane fördert also Fahrgemeinschaften und damit umweltfreundliches Fahren, denn auf ihr ist viel weniger Verkehr und damit ein viel schnelleres Vorankommen möglich. Nun gut, ich fuhr also alleine! auf dieser Carpool-Lane, obwohl ich das nicht wollte. Leider war es auch nicht möglich, diese Spur schnell wieder zu verlassen. Als ich dann doch wieder runterkam, war ich heilfroh, dass mich kein Polizist erwischt hat, schließlich muss man bei unerlaubten Fahren auf dieser Straße mit einem Bußgeld von mindestens 200 Dollar rechnen. Als ich zu Hause ankam und meiner Mitbewohnerin Wint von meiner Irrfahrt nach sowie aus Downtown heraus erzählt habe, hat sie gemeint, dass auch die Leute in L.A. selbst oft Probleme mit den Freeways bei Downtown haben. Im Internet habe ich dann noch herausgefunden, dass die Carpool-Lane-Auffahrten eventuell Videoüberwacht werden… Jetzt kann es natürlich sein, dass in den nächsten Tagen doch noch unerwünschte Post in Melanies Briefkasten (ihr gehört ja das Auto) flattert. Ich hoffe nicht – drückt mir die Daumen.

1. Mai 2008 Dreh mit Heidi Klum

Am letzten Sonntag wollte ich eigentlich nach Malibu, aber ich war irgendwie total müde... Ich hatte mir erst gedacht, Mensch ich bin jetzt in L.A. ich muss doch so viel wie möglich unternehmen, aber dann kam ich zur Überzeugung, dass ich nach 14 Tage Action und dem langsamen Verdauen des Kulturschocks eigentlich auch mal Ruhe brauchen könnte. Ok, die hatte ich am Tag zuvor schon, aber auch zwei Tage Ruhe nacheinander können sehr gut tun. Ich ging also an meinen Pool und war Melanie dankbar, die mir ebenfalls bestätigte: Pool und Gossip-Zeitschriften lesen, das gehört einfach zu L.A. Danke Melanie, das schlechte Gewissen war beseitigt und der Tag gerettet. Ins Wasser ging ich übrigens nicht, viel zu kalt ...
Montag und Dienstag ist eigentlich nichts besonderes passiert... ich hab wieder mit zahlreichen Anrufbeantwortern gesprochen und einige Mails geschrieben, hier und da ein bisschen recherchiert... Das Highlight der Woche war aber unser heutiger Drehtermin mit Heidi Klum, die in einem Kaufhaus in Beverly Hills für eine Jeansmarke Werbung machte. Ich hab mich schon den ganzen Tag gefreut, hab mich schön schick gemacht, mir extra Schuhe gekauft, weil ich meine "besseren" Schuhe zu Hause vergessen hatte - eigentlich komisch, dass ich so aufgeregt war und mich so gestylt hab, will ich doch weder Heidi heiraten, noch habe ich die reelle Chance Germany´s Next Topmodel zu werden. Aber ein bisschen chic schadet ja nie...

Bei Heidi Klum war es total schön, jedes Kamerateam bekam seine Zeit sie zu interviewen. Als wir (einziges deutsches Kamerateam) endlich an der Reihe waren, wurden wir sehr herzlich von Heidi gegrüßt, Frankie bekam sogar zwei Küsschen:-). Man hat richtig gemerkt, wie sich Heidi über uns freute, wahrscheinlich auch, weil Frankie schon oft über sie gedreht hat. Frankie stellte die Fragen und wurde dann irgendwann von Heidis PR-Frau davon in Kenntnis gesetzt, dass seine Interviewzeit so langsam zu Ende wäre. Frankie fragte weiter und weiter. Irgendwann meinte die Frau: "One question. The last question please!". Ich glaube, Frankie stellte danach noch 17 Fragen... Für RTL war das ja ne feine Sache, was da an Drehmaterial zusammenkam. Aber in diesem Augenblick war mir RTL regelrecht egal, denn ich wollte ja noch ein Autogramm von ihr. Da wir mit unserem Heidi-Klum-Interview-Zeitkontingent aber schon tief im Minus waren, schien dies kein leichtes Unterfangen zu werden. Doch Heidi Klum zeigte sich gnädig. Sie beantwortete nicht nur Frankies Fragen sehr ausführlich, obwohl die "Wir-haben-doch-keine-Zeit"-Frau schon ganz böse guckte, sondern gab mir auch noch ein Autogramm - sogar mit Herzchen :-).
Haltet doch mal die Augen offen. Die Fernsehbeiträge müssten am Freitag, 2. Mai auf RTL bei
Punkt 6, Punkt 9, Punkt 12 und Explosiv laufen.

   

26. April 2008
L.A. Times - Franzis Abschied - Manhattan Beach

Ich hab mich jetzt hier so richtig schön eingelebt und bin inzwischen auch Melanie und Frankie eine große Hilfe - Telefonate auf englisch sind inzwischen meistens auch kein Problem mehr und ich muss nicht jedes Mal nachfragen, wenn ich irgendeine Aufgabe bekomme. Während ich mir in der ersten Woche noch vor jedem Telefonat Notizen machen musste, damit ich auch nichts Falsches sage, bzw. mir überhaupt irgendwelche Worte eingefallen sind, tippe ich jetzt einfach gleich in die Telefontasten und spreche drauf los. Meistens allerdings mit dem Anrufbeantworter, denn im Amiland ist es oft schwer jemanden gleich persönlich zu erreichen – irgendwie gehen die Amis nie ans Telefon, so dass man das Gefühl bekommt, dass die Amis neben dem Telefon stehen, wenn es klingelt und sich erstmal den Text anhören, den man draufspricht. Schön und gut, wenn sie dann mal zurückrufen würden. Aber das tun sie ebenfalls nicht gerne. Also bleibt einem nichts anderes übrig, als E-Mails zu schreiben, am Besten mit dem Betreff „urgent urgent“, damit man überhaupt mal wahrgenommen wird.

Mir fällt auf, dass ich dadurch, dass ich mich jetzt hier schon so eingelebt habe, immer weniger zu erzählen habe. Keine Alarmanlage, die ich wieder ausgelöst habe, kein neuer Strafzettel… Was für mich nur positiv ist, ist für Euch wahrscheinlich langweilig und deswegen hab ich in den letzten Tagen auch kaum etwas zu berichten gehabt. Leider kann ich euch nicht viel von meiner Arbeit erzählen. Wenn ich hier veröffentlichen würde, welche Themen ich gerade recherchiere oder was wir als nächstes drehen, wird meine Homepage zur Lieblingshomepage unserer Konkurrenz Pro7 und Sat1 - das wäre für mich zwar eine große Ehre, aber nicht im Sinne meines Praktikums. Was ich aber sagen kann, ist, dass die Arbeit hier total Spaß macht. Meistens recherchiere ich Informationen zu irgendwelchen Begebenheiten (z. Bsp. Gerücht, dass sich Katie Holmes von Tom Cruise scheiden lassen will), kläre ab, ob bestimmte Events von uns gefilmt werden dürfen und hole Drehgenehmigungen ein und überlege auch, wie man die Beiträge, die RTL oder ZDF von uns bestellt hat, am Besten umsetzen kann. Die meisten Themen, an denen ich arbeite, sind total spannend - auch wenn ich nicht jeden Tag einen Hollywoodstar interviewe, wie viele von Euch vielleicht hoffen. Im Gegenteil, laut Frankie wird es immer schwieriger, an die Stars ranzukommen, weil die sich schon richtig genervt fühlen, da inzwischen nicht wie früher nur die Fernsehsender mit der Kamera hinter ihnen her sind, sondern auch Internetportale, wie youtube.com. oder auch Zeitungen und Zeitschriften, die auf ihrer Website Filmausschnitte anbieten. Bei so viel Medienandrang ziehen sich die Stars immer mehr zurück und häufig ist dann auf dem Roten Teppich gar kein Fernsehen mehr erwünscht. Naja wer weiß, vielleicht treffe ich ja doch noch jemanden… Laut meinem TomTom wohnt George Clooney nur ein paar Minuten von mir entfernt ... Eine weitere meiner Aufgaben ist es, eigene Themen zu finden, die natürlich auch filmisch umsetzbar sein müssen. Bisher habe ich schon mehrere Themen gefunden, zwei davon wurden jetzt sogar vom ZDF angenommen, was mich total glücklich und stolz macht. Jetzt muss ich also wieder zehn Mal mit einem Anrufbeantworter sprechen, viele Mails schreiben und dann kann vielleicht schon gedreht werden, die Themen sind – wie erwähnt – secret. Am Mittwoch haben wir einen Beitrag (und das kann ich verraten, weil schon gesendet) über das berühmte Ferris Wheel am Santa Monica Beach gedreht, das jetzt gerade bei ebay versteigert wurde. Wenn ihr hier klickt, könnt Ihr Euch unseren Beitrag mal anschauen. Ihr solltet Euch allerdings beeilen, ich glaube das ZDF stellt den Beitrag nach ein paar Tagen wieder raus.
Am gleichen Tag waren wir auch bei der Los Angeles Times in Downtown. So stellt man sich wirklich eine amerikanische Tageszeitung vor: In jedem Stockwerk ein riesengroßes Großraumbüro, wie man sie aus vielen amerikanischen Filmen kennt. Echt schön, so etwas mal live sehen zu können. Auf dem Heimweg von Downtown sahen wir ein großes Polizeiauf-kommen mit unzähligen Polizeiwägen. Ich saß hinten im Wagen und war nicht angeschnallt und legte mir sofort den Gurt über, weil ich gleich ein schlechtes Gewissen bekam. Aber das brauchte ich nicht zu haben 1) Das Fenster war getönt, man konnte mich ja gar nicht sehen und 2) Das waren alles Schauspieler, die hier gerade einen Film drehten. Ich wäre am liebsten gleich ausgestiegen und hätte zugeschaut, oder am liebsten gleich mitgespielt – aber wir hatten ja schon in zehn Minuten unseren nächsten Termin (wobei TomTom anzeigte, dass wir erst in 20 Minuten das Ziel erreichen würden). Dazu kam, dass dieser Film-Polizeieinsatz den Kameramann Dieter (am Steuer) und Melanie (Beifahrerin) nicht die Bohne interessierte… gab es wohl schon öfter in L.A.

Am Donnerstag haben wir alle Franzi verabschiedet, die ja vor mir Praktikantin war und ihren Aufenthalt noch um zwei Wochen verlängert hatte. Schade, mit ihr hatte ich wirklich sehr viel Spaß. Heute wollte ich eigentlich Downtown besichtigen, dort gibt es wirklich allerhand zu sehen. Allerdings musste ich morgens noch Wäsche waschen und dann war es irgendwie zu spät. Also entschloss ich mich, Sightseeing am Strand zu machen und kaufte mir erstmal eine Sonnencreme. Da es kein Lichtschutzfaktor 20 oder 25 gab, nahm ich dann 30. Resultat: ich glaub ich bin überhaupt nicht braun geworden. Wenigstens war der Strand (Manhattan Beach) klasse. Der Beach liegt genau neben dem Airport und so starteten jede Menge Flugzeuge über mich hinweg in den Himmel über dem Pazifik. Das war echt schön, die Flieger so starten zu sehen, die Lautstärke hat mich dabei überhaupt nicht gestört. Am Strand gab es dann auch etwa im Abstand von 150 Metern diese Lifeguard-Hütten, in denen jeweils ein Lifeguard mit seiner roten Boje und seinem Fernglas Ausschau hielt. Nach den Baywatch-Folgen, die ich als Kind immer gesehen habe, war es echt mal schön, so etwas live anzuschauen. Der Strand an dem Baywatch aber gedreht wurde, ist der Malibu-Beach; den werde ich ein anderes Mal besuchen.

    
Chefin Mel und Kameramann          Downtown                                   Mel, Franzi und ich
Dieter

21. April 2008
In Hollywood und am Santa Monica Pier

Am Sonntag sind Franzi und ich nach Hollywood gefahren. Lutz (Kameramann aus Deutschland, schon einige Jahre in L.A.) kam zu unserer Freude auch mit. Mit Lutz hatten wir nicht nur a) einen Chauffeur (der uns bei den Sehenswürdigkeiten ausstiegen ließ, um dann erst alleine einen Parkplatz zu suchen) sondern auch b) einen klasse BMW, der trotz der inzwischen sehr großen Liebe zu meinem Auto dann doch etwas komfortabler war c) einen Local, der uns hier und da mit Insiderinfos versorgte d) einen super Fotografen, der Franzi und mich fotografiert hat und auch wahnsinnig gute Sonnenuntergangsaufnahmen gemacht hat und e) was eigentlich am wichtigsten war, einen super netten Begleiter mit dem man echt sauviel Spaß haben kann. Auf ging es nach Hollywood, wo wir in der Nähe von dem berühmten Schriftzug viele schöne Fotos gemacht haben. Im Übrigen stand in den Hollywood Hills früher einmal "HOLLYWOODLAND", als Werbung für Immobiliengrundstücke. Die Buchstaben sind aber mehr und mehr verfallen und so wurde durch die Initiative einiger Stars ein neuer Schriftzug aufgestellt: "HOLLYWOOD".
Danach sind wir zum Hollywoodbowl, eines der größten natürlichen Amphitheatern der Welt, wo schon viele bedeutende Musikveranstaltungen aufgeführt wurden und unter anderem schon die Beatles, Pink Floyd und Elton John aufgetreten sind. Danach sind wir zum Hollywood Boulevard gefahren, wo sich auch das "Grauman´s Chinese Theater" und das "Kodak Theater", eines der berühmtesten Kinos der Welt befinden. In letzterem werden im Übrigen die Oscars verliehen.
Vor diesem Kino laufen verkleidete "Filmgrößen" herum, wie Spiderman, Spongebob und Arielle, die kleine Meerjungfrau, neben denen man sich - natürlich für ein kleines Trinkgeld - fotografieren lassen kann. Vor dem Eingang des Theaters haben sich viele bedeutende Stars mit ihren Schuh- und Handabdrücke verewigt. Daneben liegt auch gleich der Walk of Fame, der lange Gehweg auf dem 2360 Sterne zur Ehrung von Prominenten eingelassen sind. Danach waren wir dann noch im Pinkberry. Pinkberry ist im Moment kult hier in Los Angeles und auch bei den Stars total angesagt. Dort gibt es gefrorenen Joghourt (ähnlich wie Joghurt-Eis) mit leckeren Zutaten, wie frischen Erdbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren und vielen weiteren Früchten oder auch Joghurtchips, Karamelcrispies und ähnliches. Echt lecker - und das beste: ohne Fett (zumindest der Joghurt, die Chrispis wohl eher nicht). Aber leeeeeeeeeeecker!!!!
Nach Hollywood sind wir dann noch zum Santa Monica Pier gefahren, wo ein kostenloses Reggae-Konzert stattfand. Allerdings war es dann schon fast zu Ende. Zum Glück haben wir aber noch das letzte Lied von Ziggy Marley, dem Sohn von Bob Marley gehört (gesehen hat mian nicht viel aufgrund der großen Menschenmenge).
So langsam knurrte uns dann aber allen Dreien der Magen. Auf ging es dann ins Baja Cantina. War das lecker und richtig schön... echt schönes Ambiente.
Und jetzt ist es schon spät und ihr merkt vielleicht an meinem Schreibstil, dass meine Konzentration und Kreativität so langsam flöten geht. Ich sollte jetzt langsam ins Bett. In den nächsten drei Tagen wird im Büro schließlich meine volle Konzentration gefordert: Frankie arbeitet von zu Hause aus und Melanie ist beim ZDF in Washington. Ich schmeiß´den Laden schon.

    

  

  

20. April 2008
Am Venice Beach

Samstag war der erste freie Tag, an dem ich endlich mal ein bisschen Sightseeing machen konnte. Franzi gab mir den Tipp zum Venice Beach zu gehen, und das war ein wirklich guter Tipp. Am Morgen habe ich noch ein bisschen Konversation mit Good Old Germany gepflegt, so dass es schon kurz nach Mittag war, bis ich loskam. Am Strand angekommen fand ich natürlich keinen Parkplatz und um nicht noch mehr Zeit zu verplempern, habe ich mich dann wie so viele andere auch für einen 7-Dollar-Parkplatz entschieden. In L.A. ist es üblich, dass man mal eben so viel Geld für einen Parkplatz lässt und so wusste ich wenigstens, dass ich nicht wieder ein Parkticket bekommen würde. Die Strandpromenade war echt klasse. Am Strand sorgen jede Menge Artisten für pure Unterhaltung. An jeder Ecke stehen Akrobaten, Musiker, Wahrsager etc. um die Leute bei Laune zu halten - natürlich nicht weniger, um sich ein bisschen (viel) Geld zu verdienen. Dazu gibt es jede Menge Shops in denen man sich vor allem T-Shirts, Badekleidung, Shishas, Hüte, Sonnenbrillen, Schuhe, Koffer, Bilder, Postkarten und Souvenirs kaufen kann und viele kleine Cafés, Restaurants und auch Bars. Bekannt ist Venice Beach auch durch den Muscle Beach, an dem knackige Sportler an den Sportgeräte ihre Muskeln stählen und die dahinter liegenden Skateboardbahnen, an denen vor allem Jugendliche ihre Kunststücke vorführen - alles easy going. Die Leute lassen sich hier jede Menge einfallen, um ein bisschen Trinkgeld zu bekommen. Einige haben eigentlich Null Talent, aber lassen sich ihr verrücktes Aussehen oder skurilles Verhalten oder ihre lustigen Ideen bezahlen (Mann mit Schild: "I need 1 Billion Dollar to make a movie") ... Auch den rollschufahrenden Araber, ganz weiß gekleidet und mit Rauschebart hab ich entdeckt, der schon öfter in diversen Sendungen über L.A. zu sehen war. Ich habe einige Fotos mit meiner neuen Spiegelreflexkamera gemacht - endlich konnte ich mein Geburtstagsgeschenk einmal ausprobieren. Nach etwa 45 Minuten laufen, bin ich am Erdinger Weißbiergarten (so heißt der wirklich) angekommen, in dem ich ja schonmal war (TomTom-Favorit: Deutsches Bier). Da ich Lust auf nen knackigen Salat hatte, setzte ich mich rein und ließ die Seele baumeln und entschied mich dann für einen leckeren Salat mit Putenbrustwürfeln. Nebenan spielte ein Musiker schöne Lieder à la "Rising Sun" und "Hotel California" - es war einfach ein Traum und unbeschreiblich. Im sogennanten Weißbiergarten kam ich dann mit drei Amis ins Gespräch und wir haben uns echt gut unterhalten. Irgendwann haben die Amis dann gezahlt und Jennifer meinte zu mir, dass es doch total cool wäre, wenn ich jetzt mein Auto nach Hause bringen würde und danach mit dem Taxi in eine Bar namens "Whaler" kommen würde,... dann könnten wir was trinken (also noch mehr :-)) und ich müsste nicht mehr fahren... Gesagt getan, schließlich brauch ich hier Freunde :-). Ich habe mir zwar kurz überlegt, ob das wohl ernst gemeint war, schließlich habe ich schon gehört, dass Amis wohl dazu neigen, schnell mal eben zu sagen: Oh wir müssen uns wieder treffen... aber da sie mir ihre Handynummer aufgeschrieben hat, mir ausführlichst erklärt hat, wo die Bar ist und extra bei ihrer Freundin angerufen hat um für mich die Taxi-Telefonnummer rauszufinden hab ich mir gedacht - au ja, das könnte ein schöner Abend werden. Also ich schnell zu meinem Auto zurück, nach Hause gefahren, Taxi gerufen, zur Bar gefahren... und... es war keiner da. Ich war schon ein wenig enttäuscht, schließlich hat sie gemeint, dass sie mindestens bis 20.00 Uhr da sein würden und dass viele ihrer Freunde da sind, mit denen ich ja dann evtl. auch noch länger bleiben könnte... Nun gut. In der Bar kam ich dann aber wiederum mit anderen ins Gespräch mit denen es auch ganz lustig war. Denen habe ich meine Geschichte erzählt und die bauten mich dann auch noch ein bisschen auf "No, that people are not your friends. We are your friends!" - irgendwie nett von ihnen, aber dennoch war es dann doch nicht mehr so lustig. Vielleicht lag das auch daran, dass sie für mich viel zu schnell gesprochen haben, und - ach ich weiß auch nicht. Naja, auf jeden Fall sind die dann auch ziemlich schnell wieder gegangen, weil zwei von Ihnen gerade erst mit dem Flugzeug angekommen und dementsprechend müde waren. Also haben wir uns auch wieder verabschiedet. Danach habe ich dann doch noch die Jennifer vom Venice Beach angerufen, - ihr wisst, die Frau mit der genialen Taxi-Idee. Sie war wohl schon zu Hause und ihr tat das total leid, dass ich jetzt da stand. Sie hat gemeint, sie wären jetzt doch schon früher heimgegangen, weil sie doch so müde war... Naja, ich frag mich nur, wie sie dann auf die Idee kam mich nach Hause zu schicken, um mit dem Taxi zurückzukommen... egal ... ich bin dann noch kurz ein bisschen die Straße entlang gelaufen, wo ich noch mit ein paar schrägen Typen Smalltalk machte und dann wollte ich dann doch nur noch heim. Also nahm ich mir wieder ein Taxi, um nach Hause zu fahren. Und da bin ich jetzt und tippe diese Zeilen in meinen Laptop rein... Wenigstens hab ich an diesem Tag einige schöne Fotos machen können - das freut mich echt. Da vergisst man fast, dass man für einen 8-Dollar-Margherita für 17 Dollar hin und 17 Dollar wieder zurückgefahren ist. Oh je was für ein Satz, ich wage garnicht die Beträge zu addieren... So, morgen gibt´s mehr. Ich will mit Franzi nach Hollywood!

    

         

    

18. April 2008
No parking violation, no alarm: what a wonderful day
Keine Parksünde, kein Alarm: was für ein wunderschöner Tag

In den heutigen Tag bin ich ziemlich glücklich gestartet. Mit größter Spannung näherte ich mich heute morgen meinem Auto - nicht wissend, ob ich diesmal wirklich einen regulären Parkplatz erwischt habe. Nebenbei sind auch die Verkehrsschilder manchmal ein bisschen schwierig, aber wie gesagt kann man auch ohne Schild im Parkverbot stehen... ich hatte Glück - kein Strafzettel. So konnte ich weiterhin gut gelaunt in die Arbeit fahren. Geplant war es, um 9:30 Uhr anzukommen. Ich war schon um 9 da, weil ich mich wieder einmal in der Zeit verschätzt habe. Ich frage mich, wie das hier die Einwohner machen, zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort zu sein, wenn doch das eine Mal die Fahrt von 10 km 10 Minuten dauert, das andere Mal 60 Minuten und die vielen anderen Male irgendwas dazwischen. Naja, egal. Auf jeden Fall war ich wieder die Erste im Büro, schaffte es aber diesmal nach dem Aufsperren gleich hinter die Tür zu hupfen und den Zahlencode einzugeben - Juhuuuuuu, ich bin drin. Naja, sonst gibt es eigentlich nichts besonderes zu berichten. Ein paar Recherchen hier, ein paar Anrufe da, ein paar E-Mails dort und schon war mittag. Wie jeden Freitag mittag (so sagte man mir) ging es auch heute wieder zum Sushi-Essen. Hier haben wir uns mit anderen Journalisten, Webdesignern usw. aus Deutschland getroffen, die auch in L.A. arbeiten. Das Sushi-Restaurant war so richtig sushi-mäßig, also mit Schuhe ausziehen und so weiter und am Boden sitzen - hab ich auch noch nicht erlebt bisher. Und damit hat das Restaurant auch die Ehre verdient, in meinen (pardon, Svens) Navi eingetragen zu werden. Mein Navi ist hier mein ständiger Begleiter, ohne dem TomTom wär ich echt aufgeschmissen. Und überall, wo ich öfter hin muss oder es mir gefällt, geb ich im Navi ein: "Aktuellen Standort merken". Ein Favourit heißt zum Beispiel "Deutsches Bier". Ich brauch also nur in mein Auto einsteigen, Deutsches Bier eingeben und schon fahr ich mich selbst zu einer Kneipe am Strand, wo es deutsches Bier gibt - praktisch, gell? :-). So, jetzt ist erstmal Wochenende und ich muss mir einen Plan machen, was ich denn so alles besuchen werde... mal schauen wo ich lande. Es gibt ja wirklich so viel zu sehen hier - und nicht zu vergessen: ich hab ja auch noch nen Pool, Sauna, Tennis und so weiter... Ich hab noch viel vor! Hier stell ich Euch jetzt noch ein paar Bilder rein... bis bald.

       

Sushi mit Frankie (RTL) und Kameramann Daniel.                 Noch keine Zeit zum Sightseeing.
                                                                                   Deshalb wieder ein Foto aus dem
                                                                                   Auto. (Man hat ja Zeit)

17. April 2008

So, um jetzt mal alle Mißverständnisse aus dem Weg zu räumen: Kalifornien, L.A., Hollywood - wie auch immer - ist nicht immer einfach nur toll, wahnsinn, super... Nein, auch hier hat man seine Tiefschläge... man könnte den kompletten heutigen Tag so bezeichnen, obwohl dieser Tag, im Endeffekt dann aber doch wieder toll war ... wenn ich es mir recht überlege... aber trotzdem ist einiges passiert... So halte ich zum Beispiel gerade meinen ersten Strafzettel in der Hand. 35 Dollar soll ich zahlen ...  Das ärgert mich ein bisschen, bin ich doch gestern abend um 22:00 Uhr 15 Minuten lang um meinen eigenen Wohnkomplex gefahren, bis ich diesen  "Parkplatz" gefunden habe. Auf der Straße war ein weißer Strich, der den vermeintlichen Parkplatz von der Fahrspur abgegrenzt hat, der Gehsteigrand war nicht farbig (= Zeichen für Parkverbot), es gab kein Parken-Verboten-Schild davor (ich bin extra bis zur letzten Kreuzung zurückgelaufen) und hinter sowie vor meinem Auto waren jeweils mindestens fünf weitere PKW: alles sprach dafür, dass es ein Parkplatz war...  - es war dennoch keiner. Selbst als ich dann den Strafzettel entdeckt habe, habe ich nicht herausfinden können, warum ich den überhaupt bekommen habe. Erst heute abend, nachdem ich jetzt ein drittes Mal hinging hab ich es verstanden: In ganz schwacher Schrift stand da etwas von "Ladezone"... also, ich hätte schwören können, dass das gestern noch nicht da stand oder ich hab es einfach übersehen, weil es so schlecht lesbar war. Mich ärgert nur, dass ich für diesen Strafzettel 15 Minuten nen Parkplatz gesucht habe... da hätte ich auch das nächstbeste Parkverbot nehmen können.... Naja, nach diesem ersten Schock bin ich dann erstmal in die Arbeit. Wir teilen uns bei Melevision ein Großraum-Büro mit drei Architekten. Allerdings war noch keiner im Büro, als ich ankam. Zum Glück hatte ich den Schlüssel - halt, nicht zum Glück - ich hab zwar den Schlüssel bekommen, aber noch nicht das Passwort. Dass ich das noch nicht habe, fiel mir aber erst genau in dem Moment ein, in dem ich gerade den Schlüssel umdreht hatte. Zu spät. Ich war im Haus drin und sah hinter der Tür einen kleinen Automaten der im Sekundentakt von fünf an Rückwärts zählte: 5 - 4 - 3 - 2 - 1 - DER ALARM GING LOS. Wunderbar, das hab ich gerade noch gebraucht. Erst nen Strafzettel, dann der Alarm (Willkommen Amiland :-)) .... Im selben Moment rief zum Glück Frankie, der Producer für RTL an, den ich allerdings am Telefon kaum verstand, weil der Alarm immer lauter wurde. Am Ende bekam ich aber den Code, und hab die Alarmanlage ausbekommen. So, das war´s zum heutigen Tag ...

        
Auf dem Weg zu einem Dreh bei Janet Charlton                         Mein Strafzettel

16. April 2008

Oh Leute war das heute ein toller Termin. Wir haben im Spago Beverly Hills gedreht und den Chef Wolfgang Puck höchstpersönlich interviewt. Im Spago geben sich die Hollywoodstars die Türklinke in die Hand. Na gut, so ist es auch nicht ganz, aber immerhin hatten 2001 Tom Cruise und Penelope Cruz hier ihr erstes Date und folgende Stars haben auch schon bei Wolfgang Puck, der auch bei den Oscars den Stars wahre Gaumenfreuden bereitet, gespeist: Die Beckhams, Tom Hanks, Kevin Spacey, Michael Bolton, Thomas Gottschalk, Elton John, Linda Hamilton, Robin Williams, Michael Bolton, Sharon Stone, Arnold Schwarzenegger, Matt Damon, Kim Bassinger, Alec Baldwin, Sandra Bullock und viele mehr.
Während des Drehs hat Puck uns die besten Speisen gezeigt, wie zum Beispiel eine Lachspizza mit Kaviar, die sich Cameron Diaz wohl sehr häufig bestellt. Ja und nach dem Dreh mussten die ganzen Speisen ja dann weg, und so haben Dieter, der Kameramann, Melanie meine Chefin und ich uns erbarmt und die Pizza, die Tortellini und den Nachtisch wegzufuttern... Als wir dann gingen, hat uns Wolfgang Puck auch noch zu einem "richtigen" Mittagessen eingeladen und auch das ließen wir uns nicht nehmen. Lecker!!! Also ich hab ja wirklich schon gut und teuer geschlemmt, aber ich hätte nicht gedacht, dass das überhaupt noch zu toppen ist. Es war wirklich super lecker. Der Geschmack, die Konsistenz, das Aussehen der Gerichte, ... einfach lecker. Hier seht ihr zumindest mal den leckeren Nachtisch, den ich mir mit Melanie geteilt habe:

 Mehr Infos auf http://www.wolfgangpuck.com

15. April 2008

So, jetzt hab ich mich doch schon ein bisschen eingelebt - Unvorstellbar, wenn man bedenkt, dass ich mir bei der Ankunft vorkam wie ein Marsmännchen auf der Erde, oder - passend zu Hollywood - wie im Film ... Es ist echt wahnsinn, was man hier erlebt. Erst einmal war der Flug ziemlich
anstrengend. Zum Glück hatte ich über 20 Movies und über 10 Games zur Auswahl, so dass die Zeit eigentlich schnell vorbei ging. Die Landung in L.A. war klasse, da man ein ganzes Stück durch die Stadt fliegt bevor das Flugzeug landet. Am Flughafen wurde ich dann von Franzi empfangen, die mit mir Journalistik studiert hat und die ich inzwischen als Junior Producer bei Melevision abgelöst habe. Sie hat mich dann gleich in mein Appartement gebracht, wo ich von meinen Mitbewohnern (Martin und Wint) herzlich empfangen wurde. Doch obwohl ich jetzt bereits über 15 Stunden unterwegs war und natürlich hundemüde, stand statt schlafen etwas ganz anderes auf dem Programm, schließlich war es in L.A. ja erst 16 Uhr und damit 9 Stunden früher als in Deutschland. So ging es zwei Stunden später gleich an eine Bar an den Strand, wo Melanie, meine Chefin und ein paar andere Mädels, unter anderem die Hollywood-Reporterin der Zeitschrift "Bunte" schon auf uns warteten. Dazu kam dann auch noch ein Paparazzo (oder wie er sich selbst lieber bezeichnet: Foto-Journalist). Es war echt lustig. Nach ein paar Cocktails sind wir dann noch italienisch essen gegangen und danach bin ich totmüde aber glücklich ins Bett gefallen. Es war echt ein klasse abend, auch wenn ich irgendwie die ganze Zeit neben mir stand und den Abend kaum realisiert habe. Los Angeles ist einfach anders - eine ganz andere Welt. Am nächsten Tag hat mich Franzi dann zur Arbeit abgeholt, die etwa 10 Minuten (in der Rush-Hour 40 Minuten) von mir entfernt ist. Dort hat sie mich dann als Junior Producerin eingearbeitet. Bis jetzt hab ich auch schon kleinere Recherchearbeiten übernommen - aber alles slow motion. Heute bin ich das erste Mal mit dem Auto gefahren, das mir für die Zeit in L.A. zur Verfügung gestellt wird - ein Ford. Ich bin echt glücklich, dass ich dieses Auto von Melanie, meiner Chefin bekomme, schließlich geht in L.A. ohne Auto garnichts. Heute bin ich das Auto das erste Mal gefahren - ohne Beifahrer. Eine wahre Kunst: 1. Ich, 2. in L.A., 3. mit dem Auto 4. alleine. Dass die Verkehrsregeln hier teilweise sehr komisch sind und das Auto mit Automatik ist, hat die Sache natürlich nicht gerade vereinfacht. Darüber hinaus geht im Moment der Tacho nicht - wird aber bald repariert - aber das macht das Fahren noch spannender :-). Zum Glück hab ich ein Navi dabei, das ist hier Gold wert, so bringt mich "Werner" immer gut durch L.A.. Am Mittwoch geh ich auf einen Termin ins Spago - ein Starrestaurant des Promikochs Wolfgang Puck. So, jetzt bin ich schon wieder müde... - kein Wunder in Deutschland würde ich schon seit sieben Stunden schlafen. Ich stell mal noch ein paar Fotos für Euch rein... und gehe dann schlafen....

       
Abschied in Nürnberg...               ... mein Pool ...                           ... und mein Auto


    
Meine erste Autofahrt, die zuerst etwas holprig und dann extrem lässig war. Durch den Stop&Go-Verkehr hatte ich aber viel Zeit zum Fotografieren...


9. April 2008

Hallo liebe Leute, da ich bisher noch nicht viel darüber weiß, was mich erwartet, kann ich Euch ja schon einmal meine Wohnung vorstellen. Also genauer gesagt habe ich ein Zimmer in einem Appartement, das ich mir mit Martin und Wint teilen werde. Das Appartement ist nur 15 Minuten vom Büro entfernt, und auch wichtig: nur 15 Minuten vom Strand.
Aus der Beschreibung des Appartements heißt es: ... gated community near Beach and LAX, with 2 pools, jacuzzi, sauna, gym, tennis and basketball courts, park-like grounds with Club House, dry cleaner and laundry rooms on site, feels like you are living in a resort ... Tastefully furnished with modern contemporary furniture, new fully equipped all electric kitchen with Sileston countertops, 42" Plasma TV, VCR & DVD player, surround sound, recessed lighting, Pergo, tile and carpet floors, mirrored closet doors, new double glass windows, huge deck with tree house feel, BBQ Queen Bed in each bed room ... Desk, office chair, filing cabinet, wireless modem and Dish Network receivers for two rooms optional... ... ich glaube das geht in Ordnung....!!!


  

7. April 2008

Hallo liebe Leute, wie die meisten von Euch wissen, bin ich vom 13. April bis zum 12. Juli in Hollywood und werde dort für Melevision arbeiten und für RTL, ZDF, arte, und weitere Sender tätig sein. Meine Kommilitonen Benny und Franzi aus Eichstätt waren auch schon da... Ich hab sogar das Glück, Franzi in L.A. noch zu treffen, sie hat ihren Aufenthalt verlängert - das scheint schonmal dafür zu sprechen, dass es eine absolut tolle Zeit werden wird....